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Mein Schreiben, mein Atmen.
(Manfred Hinrich)

Vom Tagebuch des Alltags bis zum zeitlosen meditativen Text in Prosa oder Poesie. Teile mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken, und versuche, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

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Falsch verbunden oder gar nicht



Jeder hat ein Handy. Aber f?r was, bitte, mag er es brauchen?
Geht man in einen Mobiltelefon-Shop, um sich ?ber ein neues Hosentelefon zu erkundigen, so erf?hrt man eine ganze Menge ?ber Klingelt?ne, MMS, UMTS, GPS, SMS, Foto, Recorder, MP3, Chat-Funktionen, WAP, und Handy-Fernsehen.
Nur nichts ?bers Telefonieren. Denn daf?r sind sie offensichtlich nicht gemacht.
Und das ist nicht wirklich am Markt und am Sinn der Ger?te vorbei argumentiert. Das scheint ganz richtig so. Denn meine pers?nliche Erfahrung ist, dass tats?chlich niemand mehr diese Dinger zum Telefonieren benutzt.
Ich werde - privat - tats?chlich fast nie angerufen. Das st?rt mich nicht so besonders. Nichts ist so edel, wie ein solches High-Tech-Teil in der eigenen Tasche zu wissen und "jederzeit erreichbar zu sein" - und doch in Ruhe gelassen zu werden. Noch etwas feiner ist es, den kleinen Knochen nicht daf?r zu besitzen, erreichbar zu sein, sondern eben selbst jedermann erreichen zu k?nnen. Als der wichtige Piefke eben, der man so gern w?re, zumindest beruflich.
Ich bin kein Piefke, hoffe ich doch. Ich vermute eher, dass ich keine Anrufe bekomme, weil das Telefonieren mit den Teilen so kompliziert ist und deshalb schlicht selten gelingt. Ausser Angestellten von Telemarketingfirmen, aber die ?ben nat?rlich auch viel. Und vor allem telefonieren sie an festen Pulten mit sog. Headsets und Computerhilfe. Da f?llt es leichter. Wahrscheinlich f?llt es mir deshalb so schwer, diese Menschen dann zu ?berzeugen, dass sie dennoch einen Fehler gemacht haben und ich ihren Anfruf nicht will und vor allem auch nicht brauche und dass sie damit schlicht falsch verbunden sind.
Das bringt mich auf was: Ich m?sste Charly noch anrufen. Ich kenne ihn zwar nicht, aber er hat mir gestern auf die Combox gesprochen. Volle zehn Minuten lang. Die W?nde im Neubau w?hren jetzt schallisoliert und gestrichen und ich k?nnte morgen die Dr?hte einziehen. Und ich solle nicht vergessen, ihm in die Bauleitersitzung um vier Uhr Nachmittag die Baupl?ne mitzubringen, die er bei mir vergessen hat.
Lieber Charly, ich heisse nicht Andy und ziehen auch keine Dr?hte ein. Ich baue nicht, weil ich auch ohne eine solche ?bung schon genug graue Haare habe und mir genau diese Art von Kommunikation der Grund so vieler schlussendlich baulich sichtbarer Missverst?ndnisse zu sein scheint. Gerne h?tte ich Dir ein SMS geschrieben oder Dir mitgeteilt, dass Deine Nachricht keinen Andy erreicht hat, aber Du hast Deine Nummer nicht mit aufgesprochen und in der Anzeige hast Du sie unterdr?cken lassen, sofern Du ?berhaupt bewusst davon weisst.
Ich glaube ja nicht, dass Du das jemals liest, aber vielleicht haben ja wenigstens andere ihren Spass daran. Ich muss Dir auch noch etwas gestehen: Ich weiss nicht, ob ich Dich wirklich angerufen h?tte. Mir geht das n?mlich auf den Keks mit Euch Tipp-Genies, die mir falsch verbunden jede Woche die Strippenbox vollquasseln.
Aber vielleicht kriege ich ja so wieder mal etwas Material f?r mein Blog. Das ist irgendwie pflegeleichter im Gebrauch. Auch wenn ich damit nicht fotografieren kann. Aber ich kann Fotos darin ansehen, ohne dass ich die Augen so zusammenkneifen muss, dass ich Kr?henf?sse kriege. Da bin ich dann doch eitel.

Thinkabout

abgelegt in Kategorie "Ungesandtes"
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Caro (29.1.06 14:46)
Herzlichen Dank für diese wundervolle Glosse - ist das der richtige Ausdruck? Pointiert, leicht, ein Schmunzeln beim Lesen ist nicht zu unterdrücken...

Ich habe mein Handy übrigens, ob von überallher meinen Mann erreichen zu können. Oder einen guten Freund mit SMS ;-)

Lieben Gruss,
Caro


Janna (29.1.06 17:52)
...hihi, da muss ich dran denken, wie ich vor 4 Jahren beim Saturn in Berlin ein Handy kaufen wollte, mit dem man nur telefonieren und simsen kann.....das sagte ich zum schnieken Verkäufer...der betrachtete mich, als käm ich von nem anderen Stern....:-))übrigens: ich maaaaag SMS'sen.......;-) Janna


Strandsteine (29.1.06 21:44)
Lieber Thinkabout,
das Lächeln über die Geschichte will nicht weichen.
Das heimliche Fotografieren mit dem Handy finde ich schon nervig. Da sitzt Frau genüßlich im Restaurant zum Speisen. Denkt sich stumm, nicht mal jetzt wird auf das Handy verzichtet, als der Gegeüber damit handtiert.
Und plötzlich schießt der Arm rüber.....
schau mal: gut getroffen bist du doch......
und frau sieht ein Foto von sich.....
wie sie gerade einen weitgeöffneten Mund füllt.
Also nein Danke, das finde ich echt nicht berauschend,diese Überfälle.
Wir haben unser Handy von jemaden geschenkt bekommen, der es vor Zorn über den Pratiken der Mannesmannmanager nicht mehr besitzen wollte.
Wir haben gerade wieder
eine 15 € Karte dafür gekauft.
Diese reicht locker für ein Jahr.
Wir besitzen es nur für Notfälle,z.B. als Sicherheit bei einsamen Spaziergängen in Wald und Flur.
Oder für Urlaubsfahrten, um sich dann doch noch mit Freunden auf Rastplätzen zu treffen.
Wenn ich mal eine SMS schreibe....
das dauert.....ewig...
die wohl zu steifen, ungeschickten Steine


chef (31.1.06 11:32)
bitte gib mir die 4 minuten zurück die ich gebraucht habe um dieses langweilige gesülze zu lesen.

wenn man nichts zu sagen hat...sollte man es nicht sagen.

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