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Mein Schreiben, mein Atmen.
(Manfred Hinrich)

Vom Tagebuch des Alltags bis zum zeitlosen meditativen Text in Prosa oder Poesie. Teile mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken, und versuche, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

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Mehr Mut zum Glauben an die Güte



Immer wieder tat es mir in meinem Innersten weh, wenn ich Touristen hörte, die von den tibetischen Klöstern erzählten, den wieder aufgebauten, den farbenprächtigen, und dass die Religion doch ausgeübt werden könne und alles in bester Ordnung wäre...
Ich kenne andere Fakten, weiss um den Verlust an Wissen, die Nähe zur touristischen Folklore, die jene Leere der fehlenden geistigen Basis der Lehrer füllen muss, kenne die Geschichten der Kontrolle durch bürokratische Behörden und den Zwang der chinesischen Erziehung.

Heute abend nun sehe ich am TV auf SF1 den Dokumentarfilm über die Sängerin und Tibet-Schweizerin Dechen Shak-Dagsay und deren Projekte in Osttibet.
Und ich höre diese Frau erzählen, was an diesen Orten zur Zeit möglich ist, und ich bin beschämt von ihrem Vertrauen, mit dem sie tut, was sie tun kann, ohne zu sehr an das Morgen zu denken. Politik ist wichtig, Leben wichtiger. Und offenbar ist es möglich, örtliche Projekte mit Ernsthaftigkeit und einigermassen unbehelligt zu betreuen - sofern man die enorme Ressource der Zeit aus der Vergangenheit hinüber retten kann: Lamas aus Indien mit zwanzig Jahren Studium der Schriften und Traditionen, die wirklich lehren können...

Ich höre Sie also reden, Frau Dechen, und in ihrem unerschütterlichen Glauben, dass sich die Zeiten ändern können und bis dahin zu tun ist, was immer getan werden kann, höre ich den Dalai Lama in seiner ganzen Versöhnlichkeit gegenüber China reden. Und ich versteige mich gar zum Gedanken, dass in solchen Zellen etwas wachsen kann, was auch auf der anderen Seite Neugier und Achtung wachsen lassen kann - und den Abbau von Skepsis und Vorurteilen auszulösen vermag.

Ich habe mir heute vorgenommen, in meinen Gedanken angesichts dieses Problems weicher zu werden, und gütiger. Allen beteiligten Wesen gegenüber.

Die menschliche Güte und Liebe ist wahrhaftig von unglaublicher Kraft. Und diese Kraft muss wohl auch immer wieder von einer gläubigen, gütigen Naivität angetrieben, neu beseelt werden. Die Welt braucht solche Geschichten noch viel mehr - und auf jedem Erdteil.

Die Sendung soll wiederholt werden, ich habe aber den Sendetermin nicht gefunden.
Link zum Redaktionellen Text zur Sendung:
Dok: Daheim in zwei Welten, SF1


Thinkabout


abgelegt in Kategorie Prosa (-isch?)
27.11.06 23:53
 
Letzte Einträge: Drüben ist Nr. 3000 erreicht, Wie geht es hier wohl weiter?


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Thinkabout (28.11.06 00:00)
ich hab' den Termin der Wiederholung gefunden. 04h45 in der heutigen Nacht...
Aber nicht nur Tibet ist überall, und Deine Naivität im besten Sinn des Wortes wird auch zu anderen Zeiten gebraucht und darf durch was auch immer gestützt werden.


Strandsteine (3.12.06 11:12)
Lieber Thinkabout,
leider konnte ich diese Sendung nicht verfolgen.
Aber durch Deinen mitfühlenden Beitrag hatte ich
spontan dieser Spruch vor Augen :

" Nimm die Güte aus dem menschlichen Verkehr,
und du hast die Sonne aus der Welt genommen. "
(Ambrosius von Mailand)

möge die Frau Dechen Shak-Dagsay lange die
Kraft für ihre Tätigkeiten geschenkt werden.
Liebe Grüße von den Steinen

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