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Mein Schreiben, mein Atmen.
(Manfred Hinrich)

Vom Tagebuch des Alltags bis zum zeitlosen meditativen Text in Prosa oder Poesie. Teile mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken, und versuche, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

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Inexistentes Afrika



Der Anteil des weltweiten Umsatzes, den die Pharmaindustrie in Afrika erwirtschaftet, beträgt:

1%.

Auf einem Kontinent, auf dem die Menschen so gesund sind, lässt sich natürlich nur ganz schlecht mit Medikamenten wirtschaften...
Aber Zynismus ist ja fehl am Platz angesichts meiner inneren hilflosen Wut, dass es auf unserer Welt einen Erdteil gibt, in dem die Not so gross ist, dass das Geld für gar nichts reicht. Für das Essen nicht und für die Medikamente gegen die Hungerkrankheiten erst recht nicht.

Afrika ist kein lohnender Markt. 1% des Umsatzes... Es gibt Firmen, die in dieser Höhe karitative Institutionen unterstützen... Würde dies mit Projekten verbunden, die Afrikaner in ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung ernst nehmen, so würde vielleicht sogar so mancher Markt geschaffen, der aus sich selber wächst. Es wird da wohl nie wie in Europa sein. Aber menschenwürdig könnte und sollte, ja muss es werden.

Ich kenne keine Rentabilität, die sich rechtfertigen kann jenseits der Menschenrechte. Das gilt genau so für Kinderarbeit in Indien und die Behandlung der Wanderarbeiter in China. Und für das, was hinter jeder Haustüre in meiner Strasse passieren mag und nicht passieren darf.

Ganz offensichtlich hat eine Gesellschaft nie genug Geld, um kreative Prozesse dauerhaft anzustossen, die über die Dynamik des Eigennutzes hinaus Nachhaltigkeit entwickeln. Ja, ich weiss, es gibt diese Projekte, vielleicht sogar an jeder zweiten Hausecke, in netter, unterstützungswürdiger Form. Aber ich frage nach dem inneren Dorn, der endlich die ganze Gesellschaft nicht ruhen lässt, bevor die Gleichgewichte so hergestellt werden, dass oben und unten nicht mehr Schwindelgefühl bzw. Genickstarre auslösen!

 

Thinkabout


 

abgelegt in Kategorie "Lasst "Zahlen sprechen"
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Strandsteine (9.9.06 00:05)
Lieber Thinkabout,
welch ein Spektakel wurde von der Pharmaindustrie
veranstaltet, als sie die Tabletten für Aidskranke billiger rausgeben sollten.
Da kann man sich wirklich schämen ,ein Mensch zu sein.
Zum Überleben in Afrika wäre die Anleitung:
*Hilfe zur Selbsthilfe* ein Pfund.
Aber leider ist es auch weiterhin so,
... Geld regiert die Welt...
Magst Du vielleicht als zu platt empfinden,
dazu stelle ich einen Link hinein.
biotech-trade-watch.org/text.php?clipId=28

Es gehört in diesen unseeligen Kreislauf dazu.
Durch manipuliertes Saatgut können in Afrika und anderen Gebieten sich die Menschen nicht selber helfen.
Sie werden abhängig gemacht und ausgebeutet.

Es wird in allen Nationen die Lobbyisten zu viele Freiheiten eingeräumt und wir erkennen diese Zusammenhänge schwer.
Noch vertrauen wir unseren Regierungen und sehen nicht, welche Marionetten diese dastellen.

Es ist so ein trauriges Thema.....

und bevor ich wegen meiner nachlassenden Konzentrazion zu viele Fehler mache,
schließe ich für heute lieber, die Steine

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