thinkabout - Weblog @ myblog.de: SaferSurf active [uggypfbm]




Mein Schreiben, mein Atmen.
(Manfred Hinrich)

Vom Tagebuch des Alltags bis zum zeitlosen meditativen Text in Prosa oder Poesie. Teile mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken, und versuche, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Meine neue Domain, passwortfrei:

Loading


Kategorien
Achtsamkeit ¦ zum Blog(gen) ¦ Bunt gemischt ¦ Erdlinge ¦ Egon & Nirvan ¦ Gedankensprudel ¦ Gesellschaftlich ¦ Lyrisch-Poetisch ¦ Politisch ¦ Prosa (-isch?) ¦ Quellwasser ¦ Tagebuch ¦ Ungesandtes ¦ Versandtes ¦ Zahlen sprechen ¦ Zeit ¦ Zwischen Tagen ¦
rundum Fussball
Zusatzseiten
Das Huhn, mein Lehrer ¦ Reisen ¦ Unsere Psalmen ¦ Dalai Lama in Zürich ¦ Die Kutsche ¦ Kurzgeschichten ¦ Moment!Aufnahme ¦

Neue Momente



Die Welt ist auch letzte Nacht keinen Moment stillgestanden. Und wir haben auch nicht wirklich den Atem angehalten. Wir haben uns nur wie jedes Jahr

wenigstens einen Moment

im gemeinsamen Wunsch getroffen, dass Frieden sein möge - und es mir und Dir gut gehen möge.

Für einen Moment

gönnen sich alle das Gleiche und könnte man meinen, dass es doch nicht so schwer sein dürfte, sich mit einander zu vertragen und das Gute zu wollen - und es auch zu schaffen.

Für einen Moment

waren viele überall zusammen, die in sich und unter uns Einsamen vielleicht mit eingeschlossen statt ausgeschlossen.
Vielleicht waren die Einsamen aber

auch in diesem Moment

irgendwo allein unter dem Sternenhimmel, im Geböller und Funkenregen der Petarden, die weiss ich was alles verscheuchen oder herbei knallen und beleuchten oder überstrahlen sollen und dürfen.

Auch im nächsten Moment

funkeln die Sterne weiter am Himmel, spannt sich das gleiche Firmament über uns und schliesst uns alle ein in den Lauf der Zeit und unseren Umgang damit, ob bewusst oder unbewusst, ob mit Blick nach oben oder starr auf den Boden, voraus oder zurück gerichtet. Wir leben schon dem nächsten Jahreswechsel entgegen.
Schön, wenn es denn

jetztige und nächste Momente

gäbe, in denen der Funkenregen jenseits aller Petarden und verglühender Sterne eine Wärme wäre, die uns umfasst und durchdringt und die zu teilen uns jene Freude bringt, die es erlaubt, auf einander zu horchen. Nicht nur zu hören.

Und dann kommt der Moment,

in dem ich mich ganz bewusst unter dem Jahr unter den Himmel stelle und in die Sterne sehe, ohne sie zählen zu wollen, wissend, dass deren so viele sind wie Wünsche auf Erden. Und vielleicht werde ich dann ganz gelassen dafür danken können, dass alle diese Wünsche mir Auskunft geben über mich, ohne dass sie erfüllt werden müssten. Und dann nehme ich mich vielleicht ganz zufrieden mit nach Haus, und auf dem Nachhauseweg werde ich gegrüsst, und ich grüsse zurück.


Thinkabout
abgelegt in Kategorie Lyrisch-Poetisch
1.1.07 16:46
 
Letzte Einträge: Drüben ist Nr. 3000 erreicht, Wie geht es hier wohl weiter?


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Janna (1.1.07 19:10)
...dieser Frieden wollte sich gestern Nacht nicht einstellen unter dem Krach und dem himmelverdeckenden Qualm - heute kam er, als in der Neujahrsmesse im Salzburger Dom wir einander den Friedensgruß boten...fremde Menschen aus vielen Ländern - da spürte ich, wie es sein könnte...einen Moment...so kurz und groß...:-)Janna

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Creative Commons License
Die Inhalte dieser Seiten sind unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.



Gratis bloggen bei
myblog.de