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Mein Schreiben, mein Atmen.
(Manfred Hinrich)

Vom Tagebuch des Alltags bis zum zeitlosen meditativen Text in Prosa oder Poesie. Teile mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken, und versuche, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

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Freunde und ihre Mails



Ich habe über dieses Wochenende mehrere sehr liebe Mails bekommen. Lieb im ureigensten Sinn des Wortes: Es ist einfach schön, wenn man Menschen kennen darf, von denen man sich getragen fühlt.

Es ist schon ein besonderer Zauber um das Wesen der Freundschaft: Ein Freund, eine Freundin ist ein fühlendes Wesen, ein Mensch, der einen Schlüssel besitzt, mit dem er mich öffnen kann, wobei er dies nie täte, ohne sein eigenes Haus für mich offen zu halten.

Und die Räume, in denen ich mich mit ihm wiederfinde, atmen unsere Persönlichkeit, sind von uns durchdrungen. Wir fühlen uns geborgen und sagen und reden und schreiben und denken und handeln ohne die bange Frage, wie das wirken mag?

Wir wissen, dass wir auf diese bedingungslose Bereitschaft treffen, uns verstehen zu wollen, und selbst wenn das schwer fallen sollte, so werden wir nicht fallen gelassen. Da ist jemand, der um mein Inneres weiss und danach fragt, der gütig mit mir umgeht und weder Neid noch Forderungen zulässt, die mich einengen würden.

Er will, dass es mir gut geht und er freut sich, wenn er dies spüren kann. Und er lässt mich fühlen, dass er mit mir traurig ist, wenn mir schwer ist ums Gemüt. Wenn er mich fordert, mir meine Fehler zeigt, so tut er dies, weil er möchte, dass ich sie überwinde oder zumindest durch sie nicht behindert werde.

Der Freund kritisiert nicht, er leitet, reisst für mich Mauern oder Bretter ein, die ich vor meinen Kopf genagelt habe. Vor allem aber lebt er einfach gerne, wenn er mit mir zusammen ist. Und das ist wunderschön, vor allem, weil ich genau das mit ihm teile.

Wir können durch den Umfang des Erdballs von einander getrennt sein, und bleiben doch verbunden. Ich glaube an diese Kraft alles überwindender freundschaftlich liebender Güte, und ich bin sehr zuversichtlich gestimmt für Menschen, die solche Verbindungen pflegen - auch dann, wenn häufige Trennungen und unterschiedliche Lebensplanungen objektiv ein Grund für ein Auseinanderleben sein könnten. Aber wo keine Klammern sind, kann nichts auseinander brechen.

Mailen können - was für eine rücksichtsvolle Form, eine Freundschaft zu pflegen:
Du kannst jemandem in Echtzeit schreiben - und Du lässt ihm doch alle Zeit der Welt, mit dem Erhaltenen umzugehen. Es darf zwischen den Mails auch geschwiegen werden - auf dass die kommenden Worte wirklich auch zwischen den Zeilen reden.

Jedes liebe Wort, mit dem wir einen uns bekannten und vertrauten Menschen beschenken, nährt einen Blumengarten. DEN Garten, den wir schon kennen und so manche Knolle, die sein Boden noch für uns und andere bereit hält.

Wenn es mir gelingt, einen Freund zu stärken und mit meiner Zuneigung und Güte zum Leuchten zu bringen, so freue ich mich an seinem Glück und dem, was er dadurch anderen schenken kann. Denn ich weiss ja, wie segensreich sein Wirken sein kann, wie ansteckend seine Haltung ist und wie lohnenswert, sich von dieser Stimmung berühren und anstecken zu lassen!


Thinkabout
abgelegt in Kategorie Quellwasser
21.1.07 20:14
 
Letzte Einträge: Drüben ist Nr. 3000 erreicht, Wie geht es hier wohl weiter?


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Magdalene (22.1.07 16:19)
Hallo Thinkabaout,

ich lese sehr gerne bei dir, es ist mehr wie ein Zuhören,
so als erzähltest du mir.

Mails - ein gegenseitiges SichÖffnen, ja, ein Geschenk.

Magdalene


Thinkabout (22.1.07 19:09)
hallo magdalene! Es ist schön, einmal etwas von einer meiner stillen BegleiterInnen zu lesen. ich danke Dir für Dein Kompliment. Und hoffe, Du fühlst Dich weiter wohl. Zwischendurch darf ein Gedanke auch mal pieksen, aber ich nehme an, das weisst Du sehr gut.

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