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Mein Schreiben, mein Atmen.
(Manfred Hinrich)

Vom Tagebuch des Alltags bis zum zeitlosen meditativen Text in Prosa oder Poesie. Teile mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken, und versuche, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

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Die liebe verfluchte Technik



Ich finde die Errungenschaften moderner Technik toll und möchte in keinem Fall mehr ohne Computer sein. Auch ein einfaches CD-Abspielgerät ist für mich noch immer ein Wunder der Technik und ob der neusten Möglichkeiten in Kommunikation, Spiel und Business kann einem schlicht schwindelig werden.

Wenn dann Murphys Law zuschlägt, trifft mich das um so härter. Der neue Laptop will einfach keine Verbindung zum Firmennetzwerk aufbauen, der Support ist erst morgen irgendwann verfügbar. Dann werde ich mich am Handy nach Anleitung durchs Programm hangeln, weil mein neuer Telefonanschluss natürlich immer noch nicht "da" ist. Das Bahnticket, das ich heute online lösen wollte, erforderte natürlich erst eine Anmeldung mit Kundenkonto bei der SBB und dann einen Testausdruck, ob der eigene Computer das Ticket auch richtig ausspuckt und dann konnte es losgehen, um in der Bedienerführung schliesslich zu erfahren, dass Tickets ins Ausland leider nicht online gelöst werden könnten...

Eigentlich bin ich ziemlich stolz auf mich. Denn das hat mir noch nicht gereicht. Ich versuchte gleich im Anschluss, das Fax-Gerät online zu bestellen, das die Firma ausgewählt hat. Ich suche mir also einen Lieferanten aus, der auch auf Rechnung liefert, wie es in der Aufstellung des Preisvergleichsportals heisst, hangle mich durch die Optionen und gelange zum Warenkorb, wähle Rechnung - um dann eingeladen zu werden, ein Antragsformular als Rechnungskunde auszufüllen. Dieser Antrag, lese ich dann auf dem PdF-Formular, hat Aussicht auf Erfolg, wenn wir eine Schule sind oder ein Amt. Sind wir nicht. Also keine Lieferung gegen Rechnung. Also eben gar kein Auftrag, sage und beschliesse ICH. Ich bin wütend. Zurück auf das Vergleichsportal und einen anderen Anbieter gewählt. Wenn ich dessen Bedienerführung richtig verstehe, will er zwar Kreditkartenzahlung, verschickt aber eine Rechnung, die die Mehrwertsteuer-eminenten Angaben enthält. Immerhin. Und liefern tut er dann auch gleich sofort. Dann hätte ich schon morgen oder übermorgen das Ding...

Leider ist die Bedienerführung dann so unübersichtlich, dass ich am Ende, längst mehr als leicht genervt und nach einer Stunde Getrödel am Bildschirm längst zappelig und hibbelig geworden, die Option Vorkassa statt Kreditkarte wähle... Jetzt bezahlen wir also erst, und wenn das dann gegengezeichnet ist, wird dann schon mal geliefert werden... Immerhin habe ich so die Karte stecken lassen. Und was will ich auch mit dem Fax ohne Telefonleitung? Nun, ich könnte die Adaption zum Lap schon mal herstellen, Treiber installieren, sofern notwendig etc. Aber die werden ja kaum mitgeliefert, sondern können dann "ganz leicht über Internet" installiert werden...

Der Videorecorder stellt sich nach wie vor nach dreissig Minuten Aufnahme auf "stumm" und die CD's von Freunden drehen in allen mir verfügbaren Laufwerken im Haus im Leerlauf. Die liebe Technik wäre so ein Segen - aber sie scheint mir auch je länger je weniger ausgereift zu sein - und von der Idiotensicherheit ist sie definitiv Lichtjahre entfernt. Und irgendwie wird das auch nicht mehr kommen, denn die Industrie dreht sich unbarmherzig weiter in den Himmel, neuen Absatzrekorden entgegen, nach der Idee suchend, die den Knüller von gerade noch eben noch zu toppen versucht, nein, überbieten muss.

Was früher an Neuheiten in robustes Metall oder Holz gekleidet wurde, kommt heute wie der Kaiser in Lumpen daher: Spanplatten oder Plastik müssen genügen... Soll ja auch nicht ewig halten, das Ding... Nicht dass die Digitalkamera länger lebt als die Firma, die sie hergestellt hat...

Und so bin ich dann eben ein wenig gefrustet ob all dem Leerlauf, den ich heute mit Technik mitgemacht habe. Heute? Eigentlich ist es mehr der Zustand und die schleppende Erledigung der daraus erwachsenden Pendenzen - der anhaltende Notstand. Es fehlen die Menschen, die in diesem System dann gerufen werden, wenn man selbst nicht weiter kommt, willkommen nur, weil der Dialog mit der Kiste nix mehr hergibt. Sie sind zwar vorhanden, angedacht und auch eingestellt. Aber es sind deren viel zu wenige. Und so kriegen sie wohl mächtig jeweils den Hammer der Unzufriedenheit gratis noch mit, wenn sie später kommen oder zu früh gehen, weil sie nix so wenig im Griff haben wie die "eigene" knappe Zeit...


Thinkabout


abgelegt in Kategorie Prosa (-isch?)
22.1.07 20:03
 
Letzte Einträge: Drüben ist Nr. 3000 erreicht, Wie geht es hier wohl weiter?


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


masterkuki / Website (22.1.07 23:12)
Lieber thinkabout,
ich kann Deinen Frust verstehen..
Das waren noch Zeiten, als man nur den "Nibbel durch die Lasche ziehen" musste - und schon ging das Ding auf, nicht wahr?
Ich staune täglich, was den 'offensichtlich doch beseelten Geräten' so Tag für Tag an neuen Strategien einfällt, um uns auf Kompromissfähigkeit, Geduld und paradoxe Intelligenz zu prüfen. Und dazu noch die vermutlich aus dem Japanischen übersetzten Handbücher und Gebrauchsanleitungen - ist das Leben nicht heiter?


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